
Lebendige Kirche im Dialog
In seinem Hirtenwort am Dreifaltigkeitssonntag im Juni 2011 hat Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck einen Dialogprozess für das Bistum Essen auf den Weg gebracht. Unter dem Motto „Zukunft auf katholisch“ hat er die Gläubigen eingeladen, gemeinsam das Gespräch über die Fragen zur Zukunft der Katholischen Kirche im Ruhrbistum zu suchen. „Dabei kann all das zur Sprache kommen, was uns in unserem Bistum und darüber hinaus bewegt – das, was uns lähmt und belastet, aber auch das, was uns für die Zukunft ermutigt“, so Bischof Dr. Overbeck. Es gehe vor allem darum, Wege zu finden, „wie wir in Zukunft lebendige Kirche unter völlig veränderten Bedingungen“ sein können.
Bis Mai 2013 sind mehrere thematische Bistumsforen geplant, in denen sich Vertreterinnen und Vertreter aus den Pfarreien und Gemeinden, Verbänden und Gruppen sowie interessierte Katholikinnen und Katholiken zu wichtigen Themen und Fragen der Kirche und des Glaubens austauschen und gemeinsam Ideen und Impulse entwickeln können. Die aufeinander aufbauenden Bistumsforen, so das Ziel, sollen, sollen ergebnisorientiert geführt werden und konkrete Schritte für die Seelsorge vor Ort und im Bistum auf den Weg bringen.
Ergänzend zu den Dialogforen werden an der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ und an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität in Bochum Veranstaltungen zu grundlegenden und aktuell in der Kirche diskutierten Themen angeboten. Zudem laden Einrichtungen der Katholischen Erwachsenbildung in den Städten und Kreisen des Ruhrbistums zu eigenen Veranstaltungen ein, die sich mit unterschiedlichen Themen und Fragen der Dialoginitiative beschäftigen werden.
Darüber hinaus bittet der Ruhrbischof die Gläubigen, auch in den zahlreichen Verbänden, Gemeinschaften, Gruppen sowie Gemeinden und Pfarreien vor Ort Initiativen zu ergreifen, um möglichst viele Dialogprojekte zu entwickeln.
Die Bistumsforen werden von einer Steuerungsgruppe vorbereitet. Dieser gehören haupt- und ehrenamtliche Frauen und Männer aus zahlreichen Berufsgruppen, Verbänden und Gremien des Ruhrbistums an. Auf diese Weise soll die Vielfalt des Bistums repräsentiert werden. Neben der Gestaltung der Dialogveranstaltungen auf Bistumsebene tragen sie als Botschafterinnen und Botschafter des Dialogprozesses „Zukunft auf katholisch“ dazu bei, die verschiedenen Gruppen und Initiativen zu vernetzen.

